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Screencast-Tool

Slideshows als Screencasts

Es ist nicht immer notwendig Videoaufnahmen von den Geschehnissen auf dem Bildschirm zu machen um ein Video-Tutorial zu erstellen. Slideshow-Programme können ebenso eingesetzt werden um einfache und doch verständliche Screencasts zu erstellen. Mehrere Screenshots eines Arbeitsablaufs zu machen und diese zu einer Slideshow zusammenzufügen ist für manche vielleicht auch einfacher als sich mit Videobearbeitung unter Linux herumzuschlagen. Bei jedem einzelnen Arbeitsschritt wird jeweils ein Bildschirmfoto gemacht. Screenshots, Erklärungstexte und eine Hintergrundmusik ergeben dann ein Video. In der englischen Wikipedia gibt es zu dieser Form von Screencasting einen eigenen Begriff. Das Wort dazu heißt Slidecasting, Slidecasts. Slideshow-Programme sind meistens sehr simpel wie z.B. die Programme: Imagination, Mistelix, PhotoFilmStrip, Videoporama

Bei PhotoFilmStrip werden die Erklärungstexte durch einen Untertitel (.srt-Datei) realisiert. Mit allen 4 Programmen habe ich ein Video erstellt. Genutzt habe ich, was den Inhalt angeht, den Screencast 157 - Gnome3 - Terminal mit Tastenkuerzel starten.

Hier sind die Ergebnisse:

Der Gnome3 Shell Recorder

Nicht nur die Screenshot-Funktionalität (Bildschirmfotos erstellen) gehört, wie auch schon bei Gnome2, zur Grundausstattung von Gnome3, sondern jetzt auch neu die Bildschirmvideoaufnahme. Bisher war es um Bildschirmaktivitäten in einem Video festzuhalten immer notwendig ein zusätzliches Tool wie z.B. recordmydesktop zu installieren. Jetzt reicht es vollkommen aus wenn die Tastenkombination Strg+Alt+Shift+R gedrückt wird um die Bildschirmaufnahme zu beginnen und zu beenden. Die Aufnahme wird die ganze Zeit rechts unten durch einen kleinen roten Kreis angezeigt.

Die festgehaltenen Bilder werden in eine .webm-Datei geschrieben. Die Datei mit folgendem Muster shell-yyyymmdd-#.webm befindet sich im Home-Verzeichnis und enthält den VP8-Videocodec. Die Framerate beträgt den Wert 15, was bedeutet das 15 Bilder pro Sekunden gespeichert werden. Audio-Daten gibt es allerdings nicht. Die Framerate und auch das Video-Format können geändert werden. Hier kommt das Einstellungstool dconf-editor ins Spiel. dconf-editor gehört nicht zum Standard und muss nachinstalliert werden. Bei der Linuxdistribution Fedora leitet man dies mit folgendem Befehl in die Wege: su -c "yum install dconf-editor" .

Nach dem Start, per Eingabe dconf-editor, findet man unter org.gnome.shell.recorder 3 Einstellungsmöglichkeiten. Der Wert der Dateiendung (file-extension: webm), der Framerate (framerate: 15) und der pipeline (pipeline: '') kann verändert werden.

Möchte man die Modifikation per Befehl bewerkstelligen so sei an dieser Stelle der Befehl gsettings erwähnt. Folgende Kommandos sind denkbar um die gesetzten Werte abzurufen.


gsettings get org.gnome.shell.recorder file-extension # Dateiendung - default: webm

Screencasttools-Liste

Eine Liste der bekanntesten Screencasttools für Linux

Download: .ods .pdf

pdfreaders.org

Krut

Krut ist ein Screencast-Tool. Krut wurde in der Programmiersprache Java geschrieben und erstellt Video-Tutorials. Die Videos werden im mov-Format aufgenommen. Krut steht unter der Lizenz GPLv2. 2004 wurde das Projekt gestartet. Heute steht bereits Version 0.9.3 zum Download zur Verfügung.

skreener

Neu ist das Screencast-Tool skreener. Skreener ist ähnlich wie Wink. Screencasts, die aufgezeichneten Aktionen auf dem Bildschirm, werden als Animation im SVG-Format gespeichert. (Einzelne Screenshots werden im .png-Format gespeichert. In der .svg-Datei wird bestimmt wohin sich der Pfeil bewegt). Das Tool wurde in C++ geschrieben und steht unter der GPL-Lizenz.